Home Verkehr Teil-Einigung zwischen Eurowings und Cockpit

Eurowings – Tochtermarke der Lufthansa (LH) – hat eine Teil-Einigung mit ihren Piloten erzielt, zumindest mit jenen, die bei der Vereinigung Cockpit (VC) vertreten sind. Die Verträge, die zwischen beiden Vertragsparteien vereinbart wurden, haben eine Gültigkeit von insgesamt fünf Jahren. Dabei geht es vor allem um die Anpassung der Bezüge an die Inflationsrate sowie die Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen. Somit profitieren beide Parteien von einer hohen und langfristigen Planungssicherheit. Die Teil-Einigung ist rückwirkend seit dem Jahreswechsel gültig. Die Einigung gilt allerdings nicht für die 5.400 Piloten, die von VC vertreten werden und direkt bei der Lufthansa angestellt sind.

Für Eurowings arbeiten insgesamt rund 300 Piloten, die sich gegen eine schlechtere Bezahlung gegenüber Flugzeugführern des Mutterkonzerns wehren. Zudem galten bisher die Arbeitsbedingungen in vielerlei Hinsicht als unharmonisch. Die LH hat diese Vorwürfe zuletzt immer wieder dementiert, jedoch nun durch die Teil-Einignung mit der VC erkannt, dass gewisse Mängel bestehen und nur zufriedene Piloten das Geschäft der Budget-Airline wiederbeleben können. Mit Swiss und anderen Tochtergesellschaften der LHJ möchte sich die Pilotengewerkschaft in Kürze zusammensetzen, um eine Einigung zu erzielen.

Ziel der LH ist, durch die Teil-Einigung auch Sicherheit bei der Umgestaltung ihrer Flugzeugflotte zu haben. Geplant ist, sämtliche Maschinen mit jenen des Airbus A-320 zu ersetzen. Dieser Flugzeugtyp kommt vor allem bei Kurz- und Mittelstrecken zum Einsatz. Er gilt als ärgster Konkurrent der Boeing 737-Familie, die ebenfalls auf Mittelstrecken fliegt, jedoch etwas weniger Platz bietet. Durch die hohen Kosten, die eine Flotten-Erneuerung mit sich bringt, versucht Europas größte Airline bereits seit geraumer Zeit, beim Personal von Eurowings Einsparungen zu erzielen. Zumindest teilweise ist dies den Verhandlungsführern der Fluggesellschaft nun gelungen.