Home Verkehr Schlichtungsverfahren zwischen Lufthansa und UFO

Die Lufthansa (LH) und ihr Kabinenpersonal der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben vereinbart, ihre Differenzen durch ein Schlichtungsverfahren aus dem Weg zu räumen und so zu einer sinnvollen Lösung zu gelangen. Nachdem LH bei den jüngsten Verhandlungen sogar alte Zugeständnisse zurücknahm und damit ein schlechteres Angebot vorlegte, beendete die Gewerkschaft die Gespräche. Sprecher und Verhandlungsführer von UFO betonten dabei, dass sie ohne rechtlichen Rahmen keine weiteren Verhandlungen mehr mit der größten Airline Europas führen möchten.

UFO selbst soll sich nach Angaben mehrerer LH-Sprecher zu diesem Schritt entschieden haben. Aktuell laufen Abstimmungen der Mitglieder, die das Ziel verfolgen, eine einheitliche und unterstützende Front aufzubauen, um bei Scheitern der Verhandlungen in einen großen Streik treten zu können. Führende Köpfe von UFO haben bereits angedeutet, dass sie sich nicht bereit zeigen, der Airline weitere Zugeständnisse zu machen. Sollte keine Lösung mit LH erzielt werden, steht „massiven Arbeitskämpfen“ nichts mehr im Wege, so Nicoley Baublies von UFO.

Lufthansa selbst zeigte sich beim „Spiegel“ sehr zuversichtlich und glaubt, endlich eine Lösung mit UFO finden zu können. Weitere Arbeitsniederlegungen kann sich die einst so renommierte Airline, die inzwischen immer öfter in der Kritik steht, nicht leisten. Bereits vergangenen Donnerstag wurde mit weiteren Streiks vonseiten der Vereinigung Cockpit (VC) gedroht. UFO selbst vertritt Kabinenpersonal von zahlreichen Fluggesellschaften, neben jenen von LH u. a. auch von Airberlin, Condor und Germanwings.