Home Verkehr Lufthansa mit enttäuschender Bilanz

Erst im Februar hat die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gemeldet, das Jahr 2014 gemäß deutscher Rechnungslegung voraussichtlich mit einem Verlust von mehr als 730 Millionen Euro abzuschließen. Lufthansa kündigte daraufhin an, die Dividende für die Aktionäre zu streichen. Am 12. März 2015 präsentierte die Airline nun in Frankfurt am Main das endgültige Konzernergebnis für das Vorjahr. Dieses lag mit 55 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 313 Millionen. Damit schloss Europas größte Airline das Jahr 2014 mit einem kleinen Gewinn ab.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr, der seit Mai letzten Jahres offiziell im Amt ist, stellte die Zahlen vor.

Stark belastet wurde das operative Ergebnis 2014 von den Streiks der Lufthansa-Piloten und des Sicherheitspersonals. Die Belastung wird mit rund 232 Millionen Euro angenommen. Carsten Spohr erklärte dazu, dass die Zahlen zeigen würden, dass ein Beharren auf unwirtschaftlichen Strukturen keine Option für die Zukunft sei. Der Blick richtete sich dabei auf die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit. Im Vergleich zum Jahr 2013 stieg das operative Konzernergebnis um 255 Millionen Euro auf 954 Millionen, während der Umsatz mit 30 Milliarden stabil blieb.

Die Beziehung zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft ist von einem langwierigen Konflikt überschattet. Der Konkurrenzdruck in der Branche veranlasst die Fluggesellschaft dazu, die Kosten drastisch zu senken. Einschnitte bei Löhnen und Vorsorgeleistungen gehören dabei zu den Einsparungen. Geplant ist etwa, dass Piloten in Zukunft keine betriebliche Frührente mehr erhalten sollen. Die Altersgrenze für den bezahlten Frühruhestand mit 60 Prozent des Bezuges soll auf 60 Jahre angehoben werden. Damit wollen die Verantwortlichen von Lufthansa alle Voraussetzungen erfüllen, um die Airline wirtschaftlich wieder in eine Spitzenposition innerhalb der Branche zu bringen.