Home Verkehr Höhere Gepäckgebühren bei Airberlin

Airberlin kommt aus den Negativschlagzeilen nicht raus. Pünktlich zum letzten Aktienverkauf von TUI, welche nun vollständig aus der Beteiligung an der zweitgrößten deutschen Airline zurückgetreten ist, gab Airberlin seine Bilanzzahlen bekannt. Die sind alles andere als erfreulich. Fast 250 Millionen Euro Verlust verbuchte der Carrier aus Berlin im erstem Halbjahr 2015. Auch die Passagierzahlen gingen zurück – im Juli allein um 3,2 Prozent. Demnach beförderte Airberlin im vergangenen Monat lediglich 3,25 Millionen Fluggäste. Die Airline reagiert auf ihren erneuten Tiefflug mit einem neuen Preis- und Tarifmodell.

Dieses neue Tarifmodell sieht u. a. die Erhebung höherer Gepäckkosten vor. Die Erhöhung dieser Kosten bezieht sich auf den sogenannten „Just fly“ Tarif, der die Gepäckaufgabe komplett exkludiert. Bisher haben Kunden von Airberlin deutlich weniger bezahlt als jene der Lufthansa, die einheitlich bis zu 45 Euro pro kurzfristig aufgegebenes Gepäck berechnet. Bei Deutschlands zweitgrößter Airline steigen die Aufgabekosten von bisher 30 Euro auf 40 Euro, sofern der Kunde das Gepäck weniger als 30 Stunden vor dem Flug aufgibt.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, einer Befreiung von diesen Kosten. Für insgesamt 119 Euro können Flugpassagiere von Airberlin eine Service-Card bestellen, mit der für ein Jahr keine zusätzlichen Gepäckkosten im „Just fly“-Tarif anfallen. Dies betrifft jedoch nur Gepäck bis 23 Kilogramm. Wer mehr mitnehmen möchte, muss ebenfalls tiefer in die Tasche greifen, und zwar um satte 30 Euro. So kostet die Übergewichtsgebühr inzwischen bis zu 110 Euro bei Airberlin.

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