Home Verkehr Folgen des Germanwings-Absturzes: Airlines ändern Pilotenregel

Viele Airlines reagieren nach dem Flugzeugunglück bei Germanwings prompt mit einer neuen Pilotenregel: Künftig soll kein Pilot mehr allein im Cockpit sein dürfen – so der Plan der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Billig-Airlines wie Norwegian Air Shuttle, Air Berlin, Easy Jet und Air Canada haben die Pilotenregel kurzerhand eingeführt. Bei anderen Airlines steht das Thema Pilotenregel nun ganz oben auf der Agenda. Ein Novum sei die Zwei-Pilotenregel allerdings nicht, denn zumindest bei der norwegischen Billig-Airline gab es schon länger Bestrebungen, jedoch habe das Flugzeugunglück die Entscheidungsfindung drastisch beschleunigt.

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Wie das Konzept der Zwei-Personen-Besetzung praxistauglich wird? Indem Flugbegleiter einspringen, wenn einer der Piloten das Cockpit verlassen muss, um beispielsweise zur Toilette zu gehen. Ob dadurch eine kriminell motivierte Tat zu verhindern ist, ist ungewiss. Keiner weiß, ob der Kopilot im Cockpit der Germanwings Maschine nicht auch mit dem Pilot an seiner Seite die Maschine zum Crash gebracht hätte. Bestätigt scheint nur, dass der Pilot zur Toilettenpause das Cockpit verließ – und anschließend über die verriegelte Kabinentür nicht mehr zurück ins Cockpit kam.

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Aktuell liegt das Thema „Pilotenregel“ nun dem Luftfahrt-Bundesamt vor. Wird gesetzlich verankert, dass Airlines künftig dafür Sorge tragen müssen, dass niemals ein Crewmitglied allein im Cockpit sein kann, müssen alle Airlines, die nicht schon im Vorfeld die Pilotenregel für sich eingeführt haben, diese Regelung umsetzen. Auch die Muttergesellschaft der verunglückten Germanwings-Maschine, die Lufthansa, muss dann das Cockpit mit zwei Personen besetzt halten. Bis der offizielle Beschluss vorlag, lehnte die Lufthansa eine Änderung der bestehenden Regeln ab.

Bildquelle: © Mathieu Marquer – Flickr.com