Home Verkehr easyjet setzt auf 3D-Druck-Technologie

Die britische Billig-Airline easyjet versucht sich mit allen Mitteln von ihrer Konkurrenz abzuheben und dabei zugleich so günstig wie möglich zu operieren. Um seine Kunden nicht zu verärgern – etwa durch Einsparungen bei Personal oder Service an Bord – geht der Carrier allerdings andere Wege als branchenüblich. Das Zauberwort für neue Kosteneinsparmöglichkeiten bei der Fluglinie lautet „3D-Druck“. Die Technologie, die in der verarbeitenden Industrie bereits seit einiger Zeit für Furore sorgt, wird schon bald auch in den Flugzeugen von easyjet eingesetzt.

Die Vorteile, mit denen der 3D-Druck daherkommt, liegen auf der Hand. Kosteneinsparungen durch den Verzicht auf den Einbau komplett neuer Ersatzteile beim Flugzeug sind easyjet durch diesen Schritt ebenso sicher wie die Steigerung der eigenen Effizienz bei der Modernisierung der Flotte. Schließlich kann der 3D-Drucker nicht nur bei Fahrwerken, Triebwerken und Lagerraum zum Einsatz kommen, sondern auch in den Kabinen, um etwa Armlehnen zu flicken. Dadurch fällt die Anschaffung in komplett neue und teure Sitze weg.

Inwieweit allen voran Ryanair dem Hauptkonkurrenten folgt, bleibt unklar. Schließlich wissen auch die Wettbewerber, dass easyjet ein gewisses Risiko bei der Verwendung des 3D-Drucks eingeht. So gibt es bisher kaum Erfahrungswerte beim Einsatz der innovativen Technologie in der Flugindustrie. Auch gilt der 3D-Druck als sehr langsam und kostenaufwendig. Gerade für große Airlines, zu denen easyjet inzwischen mit seiner Flotte gehört, fallen die Kosteneinsparungen auf Dauer eventuell nicht so hoch aus, wie sich das Airline-Management erhofft.