Home Verkehr Deutsche Bahn verliert an Attraktivität im Fernverkehr

Das Netz der Fernbusse in Deutschland erweitert sich stetig und immer mehr Kunden nehmen die relativ günstige Möglichkeit von Stadt zu Stadt zu reisen gerne an. Doch was für die Fernbus-Unternehmen positiv ist, wirkt sich auf die Deutsche Bahn in letzter Zeit eher negativ aus. Die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet jetzt von Umsatzrückgängen trotz Preiserhöhungen. Die Konkurrenz kostete der Bahn im vergangenen Jahr augenscheinlich um die zwei Millionen Fahrgäste im Vergleich zum Jahr 2013. Im Bereich des Fernverkehrs sehen die Zahlen noch schlechter aus.

Im Jahr 2014 nutzten demnach nur noch 129 Millionen Reisende das IC- und ICE-Angebot der Deutschen Bahn. Dies berichtete der „Spiegel“ und berief sich dabei auf Unterlagen für die demnächst stattfindende Aufsichtsratssitzung. Trotz Preiserhöhungen sei der Umsatz im Kerngeschäft des Unternehmens zurückgegangen und vor Steuern und Zinsen von 323 Millionen Euro auf 212 Millionen Euro eingebrochen. Seitens der Deutschen Bahn gab es dazu allerdings keine Stellungnahme. Die Bilanz für 2014 soll am 19. März präsentiert werden. Dem Medienbericht zufolge sei der Umsatz im Bereich Güterverkehr auf Schiene noch schlechter. Das Betriebsergebnis liege mit 46 Millionen Euro deutlich unter dem Wert von 2013 mit 57 Millionen Euro. Damit hätte der Konzern sein Umsatzziel mit 39,7 Milliarden Euro um knappe zwei Millionen verfehlt.

Die Gründe für die Umsatzeinbrüche sehen die Verantwortlichen in der Billigkonkurrenz auf der Straße. Die Fernbusse, von denen es derzeit mehr als 300 Linien gibt, bauen ihre Präsenz laufend aus und expandieren auch ins benachbarte Ausland. Konzernchef der Deutschen Bahn Rüdiger Grube kündigte bereits im Januar ein neues Konzept für den Fernverkehr an, das ebenfalls in der kommenden Woche präsentiert werden soll. Neue Pläne für das eigene Fernbusgeschäft stellte die Deutsche Bahn bereits vor wenigen Wochen vor.

Bildquelle: © Lars Steffens – Flickr.com