Home Verkehr Der neue ICE 3 fährt auch nach Paris

Die Deutsche Bahn hat ein neues Flaggschiff. Am 23. Juli 2015 wurde der neue ICE 3 der Baureihe 407 präsentiert. Der Zug, der zur neuesten Schnellzuggeneration gehört, soll demnächst auch im grenzüberschreitenden Verkehr nach Frankreich eingesetzt werden. Dazu gaben Bahnchef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Donnerstag offiziell den Startschuss. Gleichzeitig vereinbarten die DB und die französische SNCF die Verlängerung ihrer Kooperation bis 2020. Die Eröffnungsfahrt fand nach Paris statt.

Zukünftig soll der ICE innerhalb von nur 3,5 Stunden von Frankfurt am Main nach Paris fahren. Damit baut die DB die Hochgeschwindigkeitsverbindung nach Frankfurt aus. Rüdiger Grube kündigte an, dass man gemeinsam mit der SNCF weitere Verbindungen anbieten werde. Grube erklärte, dass seit dem Juni 2007 auf den gemeinsamen Strecken rund 12 Millionen Fahrgäste mit ICE und TGV unterwegs waren. In den Jahren 2008 bis 2014 sei die Zahl der Passagiere um mehr als 44 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr 2015 konnten laut Grube bereits 900.000 Zugpassagiere verzeichnet werden.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt sieht das neue Angebot als wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Frankreich. Ähnlich wie nach Berlin soll es künftig auch ab Frankfurt am frühen Morgen einen „Sprinter“ geben. Dieser soll mit einer Fahrzeit von rund dreieinhalb Stunden über Straßburg nach Paris fahren. Das wurde seitens der Deutschen Bahn mitgeteilt. Positive Entwicklungen erwarten die Partner von dem im Frühjahr 2016 geplanten Start des zweiten Bauabschnitts der französischen Schnellstraße TGV Est Européen.