Home Verkehr DeinBus stellt seinen Betrieb ein

Die Szene in der Fernbusbranche scheint derzeit gespalten. Während die einen scheinbar schwarze Zahlen schreiben, müssen die anderen mangels ausbleibender Gewinne aufgeben. Der >Rückzug von ADAC aus dem Fernbusmarkt ist nur eine von mehreren Reaktionen auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck. Auch DeinBus stellt seinen Betrieb ein. Trotz der hohen Nachfrage für Bustickets wegen der lang andauernden Bahnstreiks gelang es dem einstigen Branchenführer nicht, in die schwarzen Zahlen zu fahren. Das vor kurzem noch hoch angesehene Startup-Unternehmen mit Sitz in Offenbach musste nun in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden.

Normalerweise müssten die Fernbusunternehmen von den ständigen Streiks bei der Bahn und in der Luftfahrtindustrie kräftig profitieren, doch die Marktgesetze funktionieren oft kaum vorausplanbar. Wegen des ruinösen Preiskampfes mussten in der vergangenen Zeit gleich mehrere Unternehmens aus der Szene die Segel streichen. Neben DeinBus konnte sich auch City2City nicht mehr über Wasser halten. Die Big Player auf dem deutschen Markt – MeinFernbus und Flixbus – halten hingegen mittlerweile 75 Prozent der Marktanteile. Der Branchenprimus ist seit geraumer Zeit MeinFernbus, der mit 45 % Marktanteilen die Szene dominiert.

Für DeinBus hingegen gibt es einen Hoffnungsschimmer. Denn laut der WirtschaftsWoche haben bei dem vorläufigen Insolvenzverwalter Christian Feketija schon einige potenzielle Käufern aus dem In- und Ausland ihr Interesse an dem Pleiteunternehmen bekundet, wodurch zumindest ein Großteil der Arbeitsplätze gesichtert werden könnte. Zudem hat sich DeinBus einen Markennamen aufgebaut, der bereits einen sechsstelligen Eurowert aufweist.