Home Verkehr AUA bleibt Premium-Marke von Lufthansa

Im Jahr 2009 übernahm die deutsche Lufthansa AG die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines, die ihren Sitz in Wien hat und über das Drehkreuz auf dem Flughafen Wien-Schwechat agiert. Als Hauptmarke der Austrian Airlines Group ist sie Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance. Nun hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein erstes Interview mit einem österreichischen Medium geführt. Der „Presse am Sonntag“ erklärte Spohr, welche Stärken die Lufthansa bei der Tochter AUA sieht und was vom Personal und vor allem den Piloten erwartet wird.

Derzeit habe die AUA die beste Kostenstruktur im Konzern. Dies sei ein ganz wichtiger Schritt in eine profitable Zukunft. Doch Gewinne würden durch entsprechend hohe Erlöse erreicht. Das muss in Zukunft passieren. Wichtig zur Erreichung der Ziele sei das Angebot an die Kunden. Moderne Flugzeuge sollen sowohl auf der Kosten- als auch auf der Erlösseite der Airline helfen, erklärt Spohr. Die derzeitige Kostenstruktur der AUA erlaubt es, in Zukunft auch Flugzeuge der Eurowings mit AUA-Crew zu fliegen. Wien sei dank der Attraktivität für Touristen ein perfekter Lowcost-Markt und daher auch optimaler Standort für Eurowings. Die AUA bleibe allerdings die Premiummarke der Lufthansa.

Erst Mitte Mai präsentierte der scheidende Chef der Austrian Airlines Jaan Albrecht die neue Strategie der Airline. Er wird im August des Jahres von Kay Kratky abgelöst werden. Ein neuer günstiger Kollektiv-Vertrag hilft dabei, die Kosten der Airline zu senken. Ab Herbst soll es ein neues Tarifkonzept geben. Die betagten Fokker-Maschinen sollen ab Jahresende durch Embraer-Maschinen ersetzt werden. Auch neue Ziele sollen dann angeflogen werden, darunter vorwiegend touristische Destinationen.