Home Reiseziele Urlaub in der EU wird immer beliebter

Trotz des einbrechenden Euros reagieren deutsche Urlauber in Bezug auf ihre Urlaubsplanung kaum. Warum auch? Schließlich bleiben ihnen genügend Ziele rund um den Erdball, in denen die Kaufkraft des Euro noch nahezu genauso groß ist wie vor der Abwertung. Einige Länder, darunter die Schweiz oder auch die USA, werden allerdings in den kommenden Jahren mit weitaus weniger Besuchern aus Deutschland und Europa rechnen dürfen. Sicher ist aber auch, dass vor allem die europäische und besonders die einheimische Tourismusindustrie von dem Eurocrash profitieren werden. Trotzdem wollen nach Umfragen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) viele Urlauber exotische Reiseziele Urlaubszielen in der EU vorziehen.

Insgesamt 72 Millionen längere Reisen haben deutsche Urlauber im vergangenen Jahr unternommen und dabei mit etwa 1.200 USD pro Trip und Kopf so viel ausgegeben wie Bürger keines anderen Landes. Auch für 2015 ist mit einem Spitzenplatz in diesem Ranking zu rechnen. Nur werden davon Länder wie China oder auch Kuba wenig profitieren. In diesen exotischen Reiseländern ist der Euro aktuell nicht viel wert. In der Türkei liegt der Fall anders. Wie Ulf Sonntag, Projektleiter bei der FUR, mitteilt, „ist die Kaufkraft wichtiger als die aktuellen Wechselkurse. Am Ende zählt dann für viele der Komplettpreis einer Reise und der wird Monate im Voraus schon von den Veranstaltern festgelegt.“

Wer fährt schon in die USA, wenn eine einwöchige Reise nach New York 2.600 Euro kostet? Vor kurzer Zeit zahlte der Besucher gerade mal 1.900 Euro. Auch wer nach London will, muss inzwischen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Lohnenswerte Reiseziele außerhalb der Euroregion sind dagegen Japan, die skandinavischen Länder, Russland und auch Brasilien oder das Nachbarland Uruguay. Ebenfalls in Mexiko hat der Euro kaum an Kaufkraft eingebüßt, was allerdings daran liegt, dass der Ölpreis im Keller ist und der Peso im südlichen Nachbarland der USA dadurch keinen Aufschwung erlebt.