Home Reiseziele Starker US Dollar macht Reisen teuer

Der Euro schwächelt und der US Dollar (USD) steigt. Beide Entwicklungen auf dem Devisenmarkt haben unterschiedliche Auswirkungen auf die weltweite Tourismusindustrie. Immer noch gilt der USD als Leitwährung der Industrie. In vielen südamerikanischen und asiatischen Ländern ist er das Zahlungsmittel schlechthin. Aufgrund der neuen Stärke des Dollars werden Reisen für viele Urlauber teurer, so auch für Australier, Brasilianer oder eben auch Europäer, die in die USA verreisen wollen. So muss ein Gast aus Brasilien für ein Hotel, das noch im vergangenen Winter 300 USD kostete, jetzt effektive 329 USD hinlegen.

Der Euro hingegen fällt und fällt, wobei diese Entwicklung innerhalb der EU durchaus positiv gesehen wird. Damit es nicht zu einer gefährlichen Talfahrt aus Preisverfall und schrumpfender Wirtschaft kommt, muss die EU jedoch zumindest etwas gegensteuern. Derweil dürfte sich jedoch die Exportwirtschaft freuen. Denn umso weniger ein Euro kostet, desto preiswerter können ausländische Kunden in der Eurozone einkaufen. Teuer wird der schwächelnde Euro für Urlauber in den USA, während EU-Bürger, die in der Eurozone Urlaub machen, von dem schwachen Euro nichts mitbekommen.

Der USD ist seit Juli 2014 um satte elf Prozent gestiegen und nun so wertvoll wie seit 2006 nicht mehr. Die US-Währung stieg jedoch nicht nur gegenüber dem Euro drastisch, sondern auch im Vergleich zum brasilianischen Real und dem australischen Dollar. 1,5 Millionen Gäste aus diesen beiden Ländern haben allein im vergangenen Jahr New York besucht. Ebenso leiden mexikanische Urlauber durch den starken Dollar, zumindest jene, die nicht dauerhaft in den USA leben und Geld in dieser Währung nach Mexiko zu den Familien schicken.

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