Home Reiseziele Neues Unterwassermuseum vor Lanzarote

Rund 140 Kilometer von Afrika entfernt liegt Lanzarote. Die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln wurde im Jahr 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Daneben ist die Insel weltweit als Gesamtkunstwerk des Künstlers César Manrique bekannt, der sich stets dafür einsetzte, den Massentourismus auf Lanzarote in Grenzen zu halten. Er verstand es darüber hinaus wie kein anderer, seine Architektur perfekt in die Natur der Insel zu integrieren. Nun bekommt die Insel eine neue Attraktion, ein Atlantisches Museum.

Museum für Taucher

Unterwassermuseen existieren bereits vor den Bahamas und der mexikanischen Stadt Cancún. Der Künstler Jason deCaires erhielt für seine Werke weltweite Anerkennung. Kürzlich wurden nun die ersten Skulpturen des britischen Bildhauers auf dem Meeresgrund vor Lanzarote versenkt und damit der Grundstein für das neue Atlantische Museum gelegt. Ziel der Installationen ist es, die Besucher für den Schutz des Meeres zu sensibilisieren. Die Skulpturengruppen wurden in der Bucht Las Coloradas deponiert. Hier können sie nun von Tauchern aller Lernstufen betrachtet werden.

Unterwassermuseum aus ungefährlichen Materialien

Bei den Figuren handelt es sich um menschliche Figuren, die Szenen des täglichen Lebens nachstellen. Modell standen die Inselbewohner. Nach Fertigstellung wird das Projekt ein künstliches Riff schaffen. Im Laufe der Zeit soll die marine Biomasse dadurch erhöht werden. Die Fortpflanzung der Arten in den Gewässern soll gefördert werden. Die Figuren bestehen aus pH-neutralem Beton und Materialien, die die Flora und Fauna nicht gefährden. Auf Metalle und korrosive Werkstoffe wurde gänzlich verzichtet.