Home Reiseziele Köln befürchtet Imageschaden

Der Kölner Hauptbahnhof wurde in der Silvesternacht Schauplatz unschöner Szenen. Mehrere Frauen wurden nach eigenen Angaben sexuell belästigt und in der Folge auch ausgeraubt. Bislang hat die Kölner Polizei mehr als 120 Anzeigen aufgenommen. 16 Verdächtige konnten ausgemacht werden, wobei die meisten der Männer namentlich noch nicht bekannt sein dürften. Die Vorkommnisse in Köln zeigen allerdings jetzt auch Auswirkungen auf den Tourismus.

Kurz- bis mittelfristiger Imageschaden

„Das Image Kölns hat einen Knacks erlitten“ wird Josef Sommer, der Geschäftsführer von Köln-Tourismus im Kölner Stadtanzeiger zitiert. Wie die Zeitung berichtet, soll es Anrufe und E-Mails von besorgten Touristen, Geschäftsreisenden und Reiseveranstaltern geben. Vereinzelte Privatpersonen hätten ihren Trip nach Köln bereits abgesagt. Es wird von einem kurz- bis mittelfristigen Imageschaden für die Stadt Köln gerechnet. Mit ein Grund dafür sei die Berichterstattung internationaler Medien. Auch der Hotel- und Gaststättenverband Köln mit seinen rund 1.500 Mitgliedsbetrieben berichtete von großer Unsicherheit.

Mehr Kooperation während der Karnevalszeit

Schon immer sei die Kleinkriminalität in Köln ein Thema gewesen, doch nach der Silvesternacht habe sich das „Negativ-Image“ potenziert. Auch dem guten Ruf als Messe- und Kongressstandort sollen die Übergriffe in der Silvesternacht geschadet haben. Die Kölner Stadtanzeiger Festkomitee-Sprecherin Sigrid Krebs sieht während der Karnevalszeit allerdings „keinen Grund zur Panik“. Die entsprechenden Organisatoren sollen nun noch enger mit den zuständigen Behörden kooperieren, damit ein ähnlicher Fall während der närrischen Tage vermieden werden kann.