Home Reiseziele Das Aus für den Stierkampf auf Mallorca

Der Stierkampf, wie er heute bekannt ist, wurde im frühen 18. Jahrhundert entwickelt. Im Jahr 1749 entstand die erste Stierkampfarena und so hat dieses sehr umstrittene Ritual bereits lange Tradition in Spanien. Doch nun naht das Ende für die blutigen Kämpfe. In der Balearen-Hauptstadt Palma de Mallorca ist der Stierkampf bereits untersagt. Ein neues Gesetz soll nun dafür sorgen, dass ab dem nächsten Jahr Stierkämpfe auf der gesamten Inselgruppe der Balearen verboten werden sollen.

Neuer Gesetzesentwurf

Vor einigen Tagen haben die drei regierenden Linksparteien einen entsprechenden Resolutionsentwurf im Regionalparlament in Palma vorgelegt. Darin wird vorgeschlagen, das Tierschutzgesetz zu ändern und Stierkämpfe für illegal zu erklären. Bereits im Juli 2014 erklärte die Stadtregierung Palma de Mallorca zur „stierkampffreien Zone“. Die Regierung Mallorcas verfügt über die Mehrheit. Dies bietet gute Aussichten, dass der Gesetzesentwurf realisiert wird. Dann wären die Balearen nach den Kanaren und Katalonien bereits die dritte von 17 Regionen Spaniens, die auf Stierkämpfe verzichten müssen.

Gefährliche Unfälle

Schon seit Jahren kämpfen Tierschützer für ein Verbot, der für viele sehr grausam anmutenden Kämpfe. Dagegen standen bislang die Tradition und auch wirtschaftliche Gründe. Ein erfolgreicher Torero verdient für einen einzigen Kampf zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Darüber hinaus genießt er in der Gesellschaft hohes Ansehen. Dennoch dürfen auch die zahlreichen schweren Unfälle nicht außer Acht gelassen werden, bei der Toreros oft lebensgefährlich verletzt werden. Erst im September wurde der 31-jährige spanische Torero Miguel Angel Perera von einem Spier aufgespießt und musste noch direkt in der Arena notoperiert werden.