Home Reisevertrieb Urlaub in Griechenland kostet am meisten

Im eigenen Land regen sich die meisten über die milliardenschweren Staatshilfen auf, die Griechenland immer wieder in Schüben erhält. Ist der deutsche Urlauber jedoch selbst vor Ort, spart er keineswegs. Im Gegenteil, er gibt in seinem Griechenlandurlaub soviel Geld aus, wie nirgendwo sonst rund um das Mittelmeer. Dies ist das Ergebnis des neusten Urlaubspreisbarometers des Reiseportals HolidayCheck. Mehr als 20.000 Reisebuchungen wurden einer genauen Analysen im Februar unterzogen. Demnach legen Deutsche für eine Urlaubsbuchung in Griechenland 1951 Euro hin. Türkeireisen sind weitaus günstiger. Nur 1774 Euro müssen für einen 10-tägigen Urlaub an der türkischen Rivera bezahlt werden. Noch billiger sind die Reiseziele in Ägypten. Im Schnitt 1698 Euro kostet eine Urlaubsbuchung von 10 Tagen.

Griechenland ist laut Expertenaussagen so angesagt, wie vor der Schuldenkrise. „Es gibt bislang keine Anzeichen dafür, dass die Deutschen aufgrund der veränderten politischen Situation in Griechenland weniger Lust auf Reisen dorthin hätten“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), bei der Internationalen Tourismus-Börse den „Ruhr Nachrichten“. „Wir sind wieder auf dem Niveau von vor der Krise angelangt, nachdem wir zwischendurch Rückgänge von über 30 Prozent hatten.“

Die geringsten Urlaubspreise rund um das Mittelmeer fallen für Reisen in das nordafrikanische Tunesien an. Stattliche 524 Euro weniger als für einen Griechenlandurlaub müssen die Afrikaurlauber hinlegen. An sich ist der Preisindex für Pauschalreisen insgesamt jedoch um 0,3 Prozent angestiegen. Griechenland auf jeden Fall steht bei deutschen Urlaubern in Bezug auf Mittelmeerreisen weiter hoch im Kurs. „Wir sehen starke Vorausbuchungen für die Sommersaison, und Griechenland ist weiterhin unter den Top fünf Zielen unserer Gäste“, ließ der Reiseveranstalter Thomas Cook verlauten.

Bildquelle: © Emmanuel Eragne – Flickr.com