Home Reisevertrieb Reiseveranstalter stoppen Elefantentourismus

Die Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife hat knapp 20 große Reiseveranstalter angeschrieben und diese auf die Missstände bei der Abrichtung von Elefanten als Touristenattraktion aufmerksam gemacht. Nun haben TUI und Co. reagiert. Diverse Reiseveranstalter stoppen den Elefantentourismus und streichen entsprechende Ausflugsangebote. Damit reagieren Sie auch auf den zunehmenden Druck der eigenen Kunden, die vereinzelt bereits zu Boykotten aufgerufen haben.

Schon zum Beginn der kommenden Sommersaison 2015 nimmt zum Beispiel TUI Deutschland den Elefantentourismus aus dem Angebot. Ein ähnliches Vorgehen erwägt das Reiseunternehmen Aida Cruises aus Rostock, das jahrelang Besuche im Elefantenwaisenhaus Pinnawela in Sri Lanka im Programm hatte und nun seine Landgänge entsprechend umstrukturiert. Ob Kunden ihre Reise durch diese Änderung stornieren und Aida entsprechende Annulierungen ohne Auflagen und Gebühren akzeptiert, wurde auf Anfrage von Reisenotes.de nicht mitgeteilt.

Wie Pro Wildlife schreibt, ist zwar ein lebender Elefant mehr wert als ein toter, doch der Elefantentourismus birgt große Gefahren für die Rüsseltiere. Da die Nachfrage nach Tieren in Gefangenschaft, die Touristen eine glückliche heile Welt vorgaukeln sollen, immer weiter steigt, wird auch eine zunehmende Anzahl an Elefanten aus den Wildbeständen für Tourismusattraktionen gefangen und abgerichtet.

Pro Wildlife kritisiert dabei besonders, dass die ansonsten recht harmlosen Dickhäuter brutal dressiert und unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Damit ein Elefant überhaupt auf den Menschen reagiert, muss sein Wille mit überharten Bandagen gebrochen werden. Und das geschieht mit äußerst brutalen Methoden schon im Elefantensäuglingsalter. In Südostasien werden die Elefanten nicht nur angekettet, sondern auch mit Eisenhaken geschlagen.