Home Reisevertrieb Priceline unbeeindruckt von Orbitz-Kauf durch Expedia

Wenig beeindruckt zeigte sich Priceline Group CEO Darren Huston bei einem Interview in der Sendung CNBC today über die Einkaufsstrategien des Konkurrenten Expedia. Fast schon ein bisschen lächerlich machten sie sich über die Konkurrenz mit den Worten: “Wir kaufen die guten Unternehmen und die den Ramsch.” Er bezieht sich damit auf den Kauf der Onlinereiseagentur Orbitz, die Expedia kürzlich übernommen hat. Huston, der von dem Amsterdamer Hauptquartier der Priceline Tochter Booking.com zugeschaltet war, bezieht sich ferner auf die für ihn zweifelhaften Expedia Deals mit den ums Überleben kämpfenden Brands Wotif im Jahr 2014 und Travelocity.

Orbitz Worldwide Inc. ist eine Online-Reiseagentur, bei der Kunden virtuell Reisen buchen, vergleichen und planen können. Der Sitz des Unternehmens liegt in Chikago. Angeblich soll Expedia mehr als 1,2 Milliarden Dollar für die Übernahme bezahlt haben. Auf den Deal von Priceline mit der Rocketmiles Übernahme angesprochen, meinte Huston nur, dass es sich bei dem 20 Millionen Geschäft eher um eine kleinere Investition handelt, die aber neue Konkurrenz schaffe. Zur Priceline Group gehören mittlerweile Booking.com, priceline.com, agoda.com, Kayak, rentalcars.com und OpenTable. Das Unternehmen gilt als eines der Größten auf dem weltweiten Reisemarkt.

Auch zu der angeblichen Überbewertung des privaten Wohnungs- und Zimmervermittlers Airbnb äußerte sich der Priceline Chef. Anstatt aber den Konkurrenten schlecht zu reden, drückte er seine Bewunderung für die Macher von Airbnb aus. Dennoch weißt er darauf hin, dass auch Priceline mehr als eine Million sofort buchbare Unterkünfte in seinem Programm führe und damit zu den Big Playern in der Branche gehört. Die The Priceline Group ist mittlerweile in mehr als 200 Ländern und Regionen in Europa, Nordamerika, Südamerika, in der asiatischen Region, im Mittleren Orient und in Afrika in mehr als 40 verschiedenen Sprachen präsent.