Home Reisevertrieb Kleine Kreuzfahrtanbieter in Not

Wenn der TV-Zuschauer das stolze Kreuzfahrtschiff “MS Deutschland“ prächtig geschmückt in See stechen sieht, dann scheint es um das Schiff und die Branche bestens zu stehen. Glückliche Passagiere, glückliche Eigner und lächelnde Investoren. Doch das ist nur die Oberfläche. Die bittere Wahrheit ist, dass kleineren und mittleren Unternehmen in der Kreuzfahrtbranche das Wasser bis zum Halse steht.

Laut dem Hochschulprofessor für Kreuzfahrt- und Tourismusmanagement an der Hochschule Bremerhaven, Alexis Papathanassis, sind kleine Kreuzfahrtanbieter in Not. Seiner Meinung nach sind gerade diese Reedereien Kapazitäts- und Auslastungsrisiken ausgesetzt und haben es bei den Geldinstituten nicht einfach.

Die Big Player in der Szene haben jedoch gut lachen. Für sie scheint weiterhin die Sonne im wirtschaftlichen Rahmen. Im vergangenen Jahr haben sich rund um den Globus mehr als 21 Millionen Passagiere dazu entschlossen in ihrem Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff die Sieben Meere zu entdecken. Und mit steigenden Wachstumszahlen darf auch in der Zukunft gerechnet werden, denn die Industrie sieht weiterhin in Europa und neuerdings auch in Asien Wachstumsmöglichkeiten.

Ein Grund dafür, warum es den Kleinen so schlecht geht, sind die höheren Ticketpreise, da die fixen Kosten pro Gast höher sind. Zudem werden aufgrund der geringeren Passagierzahlen nur bedingt die gewinnbringenden Exkursionen nachgefragt, wodurch das Umsatzpotenzial limitiert wird.