Home Mietwagen Mehr Kosten durch Auslandsfahrt mit Mietwagen

Wer sich in einen Mietwagen setzt und daran denkt, mit diesem über die nächste Grenze zu fahren, sollte sich vorab darüber informieren, dass eine entsprechende Erlaubnisklausel auch im Mietwagenvertrag verankert ist. Ansonsten kann eine Auslandsfahrt sehr unangenehme Folgen für den Mietwagenkunden haben, wie ein Fall zeigt, den das Amtsgericht München (Az.: 182 C 21134/13) kürzlich zu entscheiden hatte. Dabei ging es um einen Kunden, der einen Porsche bei einem Mietwagenunternehmen ausgeliehen hatte und – ohne dieses über die Absichten zu informieren – in das benachbarte Italien fuhr.

Eine derartige Klausel, die solch einen Grenzübertritt zuließ, war jedoch nicht im Vertrag der betroffenen Parteien vereinbart. Als das Unternehmen mit GPS den Standort des Wagens checkte, ging es davon aus, dass der Wagen gestohlen wurde und setze alle Hebel in Bewegung, um das Fahrzeug zurückzubekommen. Nachdem eine telefonische Verbindungsaufnahme mit dem Mieter fehlschlug, fuhr nicht nur der Inhaber des Mietwagenunternehmens nach Italien, es wurde zudem ein Abschleppdienst beauftragt, um den Porsche 911 Turbo Cabrio lahmzulegen.

Es half dem Kunden wenig, im Vorfeld des Ausleihgeschäfts eine Kaution in Höhe von 5000 Euro in bar bereitzustellen. Dem Vertrag und dem Urteil des Gerichts zufolge, hatte der Kunde nur das Recht, in Deutschland und Österreich mit dem Mietwagen unterwegs zu sein. Die durch die Rückholaktion entstandenen Kosten muss der Kunde tragen. Der Kostenaufwand betrug dabei fast die gesamten 5.000 Euro.

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