Home Gastgewerbe Neues Schlosshotel im Harz

Prachtvoll erhebt sich Schloss Stolberg im Harz über die gleichnamige Stadt. Doch das von außen feudal wirkende Schlossgebäude mit seinen zahlreichen Innenräumen ist trotz vieler Finanzspritzen aus der Staatskasse immer noch in vielen Ecken marode. Weitere Zuschüsse zur Sanierung des Schlosses, in dem schon der berühmte Baumeister und Architekt Karl-Friedrich Schinkel bei der architektonischen Gestaltung seine Spuren hinterlassen hat, sind dringend notwendig.

Dem jetzigen Eigentümer, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, stehen diese benötigten finanziellen Mittel nicht zur Verfügung. Da kommt es gelegen, dass der finanzkräftige Investor und Hotelier Clemens Ritter von Kempinski die etwa fehlenden 24 Millionen Euro in den Umbau des Schlosses investieren möchte. Aus dem Fürstensitz, der aus dem 13. Jahrhundert stammt, soll ein exklusives 4-Sterne Hotel in einer reizvollen Landschaft entstehen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff unterstützt die Idee des Hoteliers. Der derzeitige Landesherr plant sogar eine neue Marketingoffensive unter dem Dach der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) des Landes Sachsen-Anhalt. Darin sollen alle historischen Gebäude und Schauplätze des südlichen Harzes integriert werden. Das Ziel ist, gerade diese von Harzbesuchern gerne ausgesparte Region zu einem Besuchermagnet zu gestalten.

Nur etwa 300.000 der alljährlich sechs Millionen Urlauber verweilen im südlichen Harz. Durch den Umbau von Schloss Stolberg soll das Angebot an exklusiven Übernachtungsmöglichkeiten in der Region erhört werden. Über 50 Zimmer und etwa 110 Betten wird das Schlosshotel bei der Fertigstellung verfügen. Dazu stehen den Gästen ein hauseigenes Restaurant, Konferenzräume und ein Festsaal zur Nutzung bereit.