Home Gastgewerbe Auch Dortmund fordert Bettensteuer

Die klammen Städte und Gemeinden machen sich quer durch die Republik die streitbare Bettensteuer zunutze. Auch Dortmund fordert Bettensteuer, nachdem bereits einige andere Städte in Deutschland diese Steuererhebung eingeführt haben. Vorausgegangen war der umstrittenen Steuer allerdings ein heißes Justizgerangel, das mit einer Niederlage der Stadt Dortmund endete. Im Herbst 2013 hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster die im Jahre 2010 eingeführte Bettensteuer der Stadt Dortmund gekippt. Die Richter folgten damit einem vorausgegangenen Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen.

Die Stadtväter der Ruhrmetropole ließen sich aber nicht lumpen und führten zum 1. November 2014 eine sogenannte Beherbergungsabgabe in Höhe von 7,5 Prozent ein. Um diese voll ausschöpfen zu können, geht es nun nicht nur den professionellen, sondern auch den privaten Anbietern von Unterkünften ans Leder. Die Stadt verlangt nun mit Nachdruck von Online-Buchungsplattformen für private Unterkünfte die Herausgabe von Userdaten.

Laut Aussagen aus der Stadtverwaltung ist jeder, der eine Unterkunft an einen Touristen vermietet, zur Abgabe der Steuer verpflichtet. Eintreiben muss der Gastgeber die Steuer bei dem Gast selbst. Neben Dortmund geht diesen Weg der Bettensteuer auch die Rhein- und Faschingsmetropole Köln. Absoluter Gegner der Steuer ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Nordrhein, der sich nach dem Abschmettern der Steuer vor Gericht allerdings etwas zu früh gefreut hatte.

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