Home Freizeit Wacken goes Nassfeld

Im Jahr 1990 fand das erste Heavy-Metal-Festival in Wacken in Schleswig-Holstein statt. Seither treffen sich jährlich am ersten Augustwochenende Tausende Fans von Hardrock und Metal auf dem größten Festival seiner Art. In den letzten Jahren konnten jeweils rund 85.000 Menschen gezählt werden. Im März des kommenden Jahres macht das Festival einen Abstecher in winterliche Gefilde und gibt Ende März seine Premiere auf der Alm. Als Location für den Ableger des Wacken-Festivals wurde das Nassfeld im österreichischen Kärnten auserkoren.

Hochkarätige Bands

Der Grund für das außergewöhnliche Experiment ist eine Umfrage, die im Jahr 2014 unter den Metal-Fans Erstaunliches zutage brachte. 40 Prozent der Befragten gaben an, nicht nur musik-, sondern auch wintersportbegeistert zu sein. 25 Prozent würden regelmäßig Skiurlaube buchen. Thomas Weninger, Projektleiter der Marke „Full Metal Mountain“ hat sich daher gefragt, warum man das Event nicht einfach in den Winter exportieren sollte. Unter seiner Regie wird das alpine Hardrock-Festival vom 28. März bis zum 3. April 2015 auf dem Nassfeld stattfinden. Der Erfolg dabei ist bereits vorprogrammiert, denn die angekündigten Gruppen stehen ganz oben auf der Wunschliste der vielen Fans. Bands wie In Extremo, Dog Eat Dog, Russkaja, Alkbottle, Hämatom, Avantasia oder Monster Magnet haben bereits zugesagt.

Der lauteste Winterurlaub

Christopher Gruber, Geschäftsführer des Tourismusbüros Nassfeld-Presseggersee erklärt dazu: „Die Heavy-Metal-Fans sind eine friedliche Community, quer durch alle sozialen Schichten, die die Liebe zur Musik vereint.“ Doch von ruhig und beschaulich kann dennoch keine Rede sein. Die Gailtaler bewerben bereits jetzt den „lautesten Winterurlaub“ in den Alpen. Für die Hardrocker wird extra der Winter um eine Woche verlängert. Das Package für sechs Übernachtungen inklusive Konzerttickets und Fünf-Tage-Skipass wird ab 600 Euro angeboten. 1100 Tickets sind bereits verkauft. Wer es heuer nicht schafft, hat noch bis 2019 Zeit. Bis dahin läuft der Vertrag mit dem Nassfeld.