Home Freizeit Speicherstadt in Hamburg ist neues Weltkulturerbe

Die Pyramiden von Gizeh, der Kölner Dom, das Wattenmeer und das Great Barrier Riff gehören zu den UNESCO-Welterbestätten. Derzeit stehen auf der Welterbeliste mehr als 1000 Kultur- und Naturerbestätten aus 161 Ländern. Jetzt kommt eine neue Stätte dazu. Das UNESCO-Welterbekomitee beschloss Anfang Juli die Aufnahme von Hamburgs Speicherstadt samt dem Kontorhausviertel und Chilehaus. Damit hat die Hansestadt ihr erstes Weltkulturerbe. Für Deutschland ist es bereits die 40. Welterbestätte.

„Wir fühlen uns gerührt und erfreut“, waren die Worte der Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz von der SPD meinte zum neuen Weltkulturerbe: „Wir Hamburgerinnen und Hamburger dürfen stolz sein auf unsere neue Welterbestätte.“ Hamburg hatte sich lange um diesen Weltkulturerbe-Titel bemüht. Jetzt ist es endlich soweit. In Bonn fällten die 21 Mitglieder des Komitees die Entscheidung zugunsten der Hansestadt. Begründet wurde die Aufnahme damit, dass die Speicherstadt und das Kontorhausviertel ein hervorragendes Beispiel von Gebäuden und Ensembles wären, die eine oder mehrere bedeutsame Abschnitte in der Geschichte der Menschheit versinnbildlichen.

Die Speicherstadt in Hamburg entstand zwischen 1885 und 1927. Sie ist ein Lagerhauskomplex auf Eichenpfählen und befindet sich auf einer Inselgruppe in der Elbe. 15 Backsteinbauten in neogotischer Architektur werden durch Straßen, Wasserstraßen und Brücken miteinander verbunden. Das Kontorhausviertel befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft und entstand zwischen 1920 und 1940. Das Chilehaus ist bekannt durch seine an einen Schiffsbug erinnernde Spitze. Es wurde von Fritz Höger errichtet.

Bildquelle: © trombone65 – Flickr.com