Home Freizeit Formel 1 kehrt Deutschland eventuell den Rücken

Wie Formel 1 Automobilsport-Funktionär Bernie Ecclestone auf Anfrage berichtet, könnte der Standort Deutschland schon bald Geschichte im Rennkalender der Formel 1 sein. Der Grund hierfür liegt an der mangelnden Begeisterungsfähigkeit des Publikums. So sagte Bernie Ecclestone erst kürzlich in einem Interview, dass „das deutsche Publikum lausig“ sei. Zugleich hofft der Geschäftsführer der Formel 1 dennoch auf eine Lösung mit den Betreibern des Hockenheim- und Nürburgrings. Jahr für Jahr zieht es immer weniger Menschen an die Grand Prix-Strecken hierzulande. Dabei weist Deutschland mit Sebastian Vettel den besten Fahrer der letzten fünf Saisons und mit Mercedes den aktuellen Weltmeister auf Konstrukteurs-Ebene auf.

Besonders enttäuscht ist Ecclestone allerdings nicht vom deutschen Publikum, sondern vielmehr vom aktuellen Besitzer des Nürburgrings. Wiktor Charitonin erwarb die Rennstrecke in der Eifel erst Ende 2014 nach deren Insolvenz, war bisher jedoch nicht bereit, einen Vertrag mit der Formel 1 zu unterschreiben und somit in den großen Renntopf einzuzahlen. Nicht nur Ecclestone fragt sich, warum Charitonin den Nürburgring überhaupt gekauft hat. Zwischenzeitlich zeigte sich der Geschäftsführer der Formel 1 in der „Rhein-Zeitung“ deprimiert und verkündete schon das Aus für Deutschland im Rennkalender des neuen Jahres, ruderte allerdings anschließend direkt zurück.

Für die deutschen Rennfahrer in der Formel 1 wäre es sicherlich schade, kein Heimatrennen mehr fahren zu können. Der Standort Deutschland gilt aber auch bei anderen Fahrern als sehr attraktiv. Während der Nürburgring aufgrund der ihn umgebenden üppigen Natur auch als „grüne Hölle“ bezeichnet wird, ist der Hockenheimring dank seines attraktiven Rennverlaufs überaus beliebt bei den Piloten der Formel 1. Bereits seit 1970 ist der Hockenheimring Bestandteil des Rennkalenders, seit 2006 jedoch nur noch alle zwei Jahre. Das Gleiche gilt für den Nürburgring, der erstmals 1951 Austragungsort eines Grand Prix der Formel 1 war.

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