Home Freizeit Fazit zur ITB 2015

Nach Abschluss der Internationalen Tourismus-Börse Berlin darf mehr als aufgeatmet; ja, richtig durchgeatmet werden – sie war ein echter Erfolg. Vom 4. Bis 8. März drängelten sich 10096 Aussteller aus 186 Ländern in die 26 voll ausgebuchten Ausstellungshallen, zwei Drittel davon aus dem Ausland. Man zählte 115.000 Fachbesucher, etwas mehr als im Vorjahr, und der Umsatz an Geschäftsabschlüssen auf der Messe soll ebenso leicht angestiegen sein von 6,5 auf 6,7 Milliarden Euro. Weitere 60.000 Gäste der Messe werden nicht der touristischen Geschäftswelt zugerechnet. Wenn man sich dazu die Zahlen von 2012 anschaut, sieht es doch mehr nach einem Stagnieren auf hohem Niveau aus, denn schon damals waren es 113.000 Fachbesucher und total mit den privaten Schaulustigen 170.000 Menschen.

ITB Berlin 2015

Klänge aus der Mongolei prägten die ITB 2015

Das Ergebnis konnte so nicht vorhergesagt werden, da einige weltweit beachtete Krisen für besorgte Skepsis sorgen, im Mittleren Osten und in der Ukraine, dazu die Ebola-Seuche in West-Afrika. Aber es kam anders. Dem Messeerfolg zuträglich werden die niedrigen Energiepreise, der niedrige Eurokurs verbunden mit stabiler wirtschaftlicher Lage und optimistischen Prognosen in der Euro-Zone wie in Nordamerika gesehen. Besonders der Luxussparte im Tourismus scheinen sich rosige Aussichten zu bieten. Der Geschäftsführer der Messe Berlin als Veranstalterin der ITB, Dr. Christian Göke, sieht die ITB in der Rolle eines weltweit führenden „Thinktanks“ und „Schaufensters“ für die Reiseindustrie. Es war kein Zufall, dass man schon bei der Eröffnung führende Repräsentanten und folkloristische Darbietungen aus der Mongolei erleben konnte, da diese für dieses Jahr als Hauptpartnerland der ITB gewählt war. Auch der Präsident der Mongolei, Elbegdorj, war gekommen und gab mit Bundeskanzlerin Merkel am 3. März eine Pressekonferenz anlässlich der ITB. Was in dem Zusammenhang für grandiose Details bekannt werden: ein Prozent der mongolischen Bevölkerung spricht deutsch! (Das hat jemand Frau Merkel geflüstert.)

Mobile Phones rule!

Als der große Trend auf der ITB 2015 wird der außerordentlich steigende Anteil der Reisebuchungen über Smartphones genannt und die daraus resultierende Bedeutung dieser Geräte und ihrer Software(-entwicklung) für das Angebot und die Vermarktung von touristischen Leistungen. Auf der Messe wurde ein lebhafter Austausch der Experten über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des digitalen Marketings beobachtet und auch die Würdigung der Sozialen Medien kam nicht zu kurz. Dafür gibt es sogar eine statistische Zahl: um 40 Prozent haben Diskussionsveranstaltungen und Publikationen auf der eTravel Bühne und dem eTravel Lab zugenommen. Trotz dieses fortgesetzten Trends zur Verlagerung ins Internet sieht man kein Ende des traditionellen Reisebüros mit persönlicher Beratung der Reisewilligen kommen. Man wird dort wohl dieses Qualitätsmerkmal als Alleinstellungsmerkmal gegenüber der doch etwas unpersönlicheren Art der Onlinebuchung künftig weiter herausarbeiten wollen.

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Das Bundesland Bayern zeigte sich von seiner besten Seite

Innerhalb der ITB fand wiederum die ITB Berlin Convention statt, wo sich die Entscheidungsträger und Meinungsmacher der Branche (oder wer sich dafür hält) die Klinke und das Visitenkärtchen in die Hand geben, wofür mit 200 Veranstaltungen in acht Auditorien allerhand Gelegenheit geboten wurde, damit den 23000 Teilnehmern (1000 mehr als im Vorjahr) nicht langweilig wurde.

Blühende Landschaften daheim

Innerhalb Deutschlands, dessen Bundesländer mit eigenen Messeständen präsent waren, ist der Tourismusmarkt in jedem einzelnen Land im fünften Jahr in Folge gewachsen. Ganz Deutschland ist als touristisches Ziel so populär wie nie zuvor. Amerikaner etwa profitieren vom Dollar-Euro Kurs und machen gerne Gebrauch von diesem Umrechnungsvorteil. Andere Ziele im Aufwind sind Ägypten und Griechenland. Letzteres möchte zweistelligen Zuwachs vermelden, und das schon drei Jahre lang.

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Ägypten präsentierte sich mysertiös und interessant zugleich

Aus 75 Ländern haben 5180 akkreditierte Journalisten die Messe besucht und über sie berichtet. Für Blogger gibt es eine eigene Angabe: 350 aus 29 Ländern. An Prominenz schauten 47 Minister aus dem Ausland in den Messehallen vorbei, 95 Botschafter und der eine oder andere Außenminister, darunter Frank-Walter Steinmeier. Ja, selbst drei Mitglieder von Königshäusern verschlug es auf die Messe, wird von der Pressestelle der Messe Berlin hervorgehoben.

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