Home Freizeit Euro Disney bekommt Finanzspritze

Der amerikanische Mutterkonzern Disney World in Florida muss seiner Tochter Euro Disney mit einer Milliarde Euro aushelfen. Der Pariser Vergnügungspark steckt tief in den roten Zahlen. Im Jahr 1992 wurde Euro Disney vor den Toren von Paris eröffnet. In den ersten 10 Jahren konnte ein jährliches Plus verzeichnet werden. Doch seit einigen Jahren gehen die Besucherzahlen drastisch zurück. Seit 2012 waren es rund 2 Millionen Besucher weniger als noch in den Jahren zuvor. Inzwischen kommen jährlich nur noch rund 14 Millionen Besucher in den größten Freizeitpark Europas.

Die Walt Disney Company ist mit 40 Prozent an Euro Disney beteiligt. Die in Kalifornien ansässige Muttergesellschaft stellt nun 420 Millionen Euro bereit. Doch ist diese Finanzhilfe nicht der einzige Lichtblick, welchen die Mutter ihrer Tochter zusendet. Euro Disney bekommt eine Finanzspritze ebenso in Form von Aktienverkäufen. Weitere 600 Millionen Euro sollen in Anteile umgewandelt werden. Die Zahlungsfrist für offene Rechnungen wird des Weiteren aufgeschoben. Die Konzernmutter sieht in dieser Finanz- und Liquiditätsspritze die einzige Lösung, um zukünftig wieder schwarze Zahlen schreiben zu können.

Immer weniger Gäste und begeisterte Walt Disney Fans reisen in den aus zwei Themenparks bestehenden Vergnügungspark. Es ist bereits sechs Jahre her, dass das Fantasieland einen jährlichen Gewinn einfahren konnte. 2014 liegt der erwartete Verlust bei ca. 120 Millionen Euro. Somit fehlen zum Vorjahr zusätzliche 78 Millionen Euro. Die einzige Chance ist der amerikanische Rettungsring. Mit diesem sollen die Schulden auf eine Milliarde reduziert werden. Die finanzielle Gesundheit von Euro Disney muss dringend verbessert werden. Nur so sind auch neue Investitionen in das Schaustellerangebot möglich.