Home Aktuell Wie sicher ist Ägypten?

Wieder einmal in diesem Jahr fragen sich Touristen, wie sicher ihre Reise sein wird. Der Grund für die Sorgen ist in diesem Fall der Flugzeugabsturz über der Sinai-Halbinsel. Der Airbus A321 der sibirischen Kolavia war am Samstag in Richtung St. Petersburg gestartet und schon kurz danach abgestürzt. 224 Menschen fanden beim schwersten Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt den Tod. Derzeit verdichten sich die Hinweise, dass die Ursache eine Bombe gewesen sein könnte. Das Risiko für Ägyptenurlauber wird derzeit aber sehr unterschiedlich eingeschätzt.

Flugverkehr zum Teil gestoppt

Während Großbritannien eine Reisewarnung für Ägypten herausgegeben hat, hält sich das Auswärtige Amt in Berlin damit noch zurück. Diese Reisewarnung wäre die Voraussetzung, dass deutsche Veranstalter ihre Gäste in die Heimat zurückholen oder kostenlose Umbuchungen möglich machen würden. Die Regierungen von Großbritannien, Irland und den Niederlanden haben mittlerweile den Flugverkehr nach Sharm el-Sheikh gestoppt. Damit fallen Flüge der britischen Fluglinien Easyjet, Thomson Airways, Thomas Cook und British Airways aus. Rund 9.000 Briten sitzen daher derzeit in der ägyptischen Urlaubsregion fest. Zwischenzeitlich hat auch Eurowings, als erste deutsche Fluglinie den Flugbetrieb nach Sharm el-sheikh gestoppt. Die Schweizer Schwesterngesellschaft Edelweiss hat sich dieser Entscheidung angeschlossen. Lufthansa dagegen will gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und den Reiseveranstaltern den Rücktransport der in Sharm el-Sheikh befindlichen Urlauber organisieren.

Grundsätzlich ist Vorsicht geboten

Sharm el-Sheikh ist jedoch nicht das bevorzugte Urlaubsziel der Deutschen. Marktführer TUI spricht von nur rund 50 Gästen vor Ort. Es gebe bisher auch keine Wünsche nach vorzeitiger Heimreise. Deutsche Touristen zieht es eher nach Hurghada und Marsa Alam. Das Auswärtige Amt meldet, dass für den Großteil der Urlauber eine Reise nach Ägypten ohne Probleme verlaufen würde. Es werde jedoch generell zur Vorsicht geraten. Abgeraten wird von Reisen auf die Sinai-Halbinsel, die individuell organisiert sind und vor Überlandfahrten, die nicht durch staatliche Sicherheitskräfte begleitet sind. Bei Flugreisen gilt, dass die Sicherheitskontrollen in der Region teils unzureichend seien.