Home Aktuell Terror in Tunesien: Selbstkritik vom tunesischen Staatsoberhaupt

Rund eine Woche ist vergangen seit dem grausamen Attentat, das in der tunesischen Region Sousse 39 Menschenleben forderte. Jetzt greift Tunesien zu einer drastischen Maßnahme. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tap verhängte Präsident Beji Caid Essebsi den Ausnahmezustand. Dies würde der Polizei und der Armee deutlich mehr Befugnisse zugestehen. Darüber hinaus werden Bürgerrechte wie etwa die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Der Präsident will sich im Laufe der nächsten Stunden mit einer Ansprache an das tunesische Volk wenden.

In einem BBC-Interview räumte Ministerpräsident Essid ein, dass die Zeit der Reaktion, das Problem sei und die Polizei damit zu langsam gehandelt hätte. Der Regierungschef teilte darüber hinaus mit, dass der Täter in Libyen vermutlich von der Miliz Ansar al-Scharia trainiert wurde. Diese salafistische libysche Gruppierung steht auf der Terrorliste der USA. Sie soll auch an einem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi im Jahr 2012 beteiligt gewesen sein. Der Botschafter wurde damals getötet. In Libyen ist aber auch eine tunesische Gruppe dieses Namens aktiv.

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