Home Reiseziele Löwenfarmen in Südafrika sind grausames Geschäft

Es ist wieder soweit, Südafrika hat Hochsaison und Tausende Touristen reisen in das beeindruckende Land an der Südspitze Afrikas. Und die Tourismusbranche im Land boomt aus guten Gründen. Im „Land, das die ganze Welt vereint“ wechseln sich eine Vielfalt von Landschaften ab. Wüsten, Regenwälder, Lagunen und Hochplateaus stehen im Gegensatz zu mehr als 2000 Kilometern Küste. Nicht zu vergessen die faszinierende Tierwelt. Einmal einem Löwen ganz nahe zu sein und womöglich ein Großkatzenbaby im Arm zu halten sind Wünsche der Gäste, die in Südafrika erfüllt werden. Genau davor warnt jetzt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.


Lebendige Touristenattraktionen

Mehr als 1,3 Millionen europäischer Touristen konnten im Jahr 2014 in Südafrika gezählt werden. Viele von Ihnen besuchten auch die sogenannten „Streichelfarmen“ wo man Löwenjunge kuscheln, sich mit ihnen fotografieren lassen oder spazieren gehen kann. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt jetzt eindringlich vor einem Besuch auf diesen Farmen. Besichtigungen wie etwa des „Lion Parks“ in Johannesburg sind zumeist Bestandteil einer organisierten Reise oder vor Ort buchbar. Laut VIER PFOTEN sollen rund 15 größere Einrichtungen existieren. Dazu kämen noch weitere kleinere Farmen, die saisonal den Kontakt zu Löwenbabys anbieten. Oft werden hier auch Tiger oder andere Großkatzen als Touristenattraktion missbraucht.

Grausame Trophäenjagd

Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN erklärt: „Solche Ausflugsziele haben nichts mit Arten- oder Tierschutz zu tun, auch wenn das den Touristen meist vorgegaukelt wird. Die jungen Löwen werden kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und als Touristenattraktion missbraucht – dies führt zu Stress und gesundheitlichen Problemen der Tiere. In Gefangenschaft aufgewachsene Löwen können nicht mehr in die freie Wildbahn ausgewildert werden. Viele Touristen sind sich leider nicht bewusst, dass der direkte Kontakt mit Wildtieren nicht mit Tierschutz vereinbar ist. Es geht hier nur ums Geschäft!“ Die meisten der Streicheltiere landen später auf Jagdfarmen und werden beim „Canned Lion Hunting“ einer Trophäenjagd erlegt. Derzeit sind rund 6000 Tiere von diesem Schicksal bedroht. Die Jäger stammen aus den USA und Europa.


Antwort hinterlassen: